Bilder aus Ägypten

    

 

 

Während im Paläolithikum die heutige Wüste Ägyptens fruchtbar und bewohnt war, wurde später die Bevölkerung auf Grund klimatischer Veränderungen dazu gezwungen, nahe des Nils zu siedeln. Zu dieser Zeit begann die eindrucksvolle Geschichte Ägyptens

König Menes gilt als Reichsgründer von Ober- und Unterägypten.

Die erste Hauptstadt dieses Reiches war Memphis. Bei Saqqara wurde eine monumentale Grabanlage errichtet. Im Süden war Abydos religiöses und politisches Zentrum. Zu dieser Zeit wurde die ägyptische Schrift ausgebildet.

Im Alten Reich (ca. 2.640-2.200 v. Chr.) wurde die erste Pyramide gebaut, die Stufenpyramide von Djoser bei Saqqara. Die Zeit in der die architektonischen Meisterleistungen der Ägypter entstanden, begann.

Der tyrannische Herrscher Cheops ließ im heutigen Stadtbezirk von Kairo Giza eine 146 m hohe Pyramide errichten. Daneben entstanden weitere Pyramiden und die Sphinx.

Obelisken entstanden in der fünften Dynastie als Sonnenheiligtümer. Um 2.160 v. Chr. zerbrach das Reich wieder in Ober- und Unterägypten.

Im Mittleren Reich (ca. 2.040-1.650 v.Chr.) führte Mentuhotep die Länder Ober- und Unteräygpten wieder zusammen. Eine wirtschaftliche Blütezeit begann. Es wurden wieder Handelsexpeditionen nach Punt (vermutlich das heute Somalia) geschickt. Die Reichsgrenzen wurden erweitert und gesichert (Sinai, Nubien). Im 19. und 18. Jahrhundert v. Chr. erlebte Ägypten einen blühenden Handel, eine große politische Stabilität und religiöse Weiterentwicklung.

Mitte des 17. Jahrhunderts v. Chr. brachen in einen dann durch rasche Herrscherwechsel geschwächten und zerrissenen Staat fremde Völker ein. Die Hyksos regierten Ägypten als "Fremdländer", bis sie im 15. Jahrhundert zurückgetrieben wurden.

Mit der Gründung des Neuen Reichs (ca. 1.551-1.070 v. Chr.) begann von neuem eine für Ägypten kulturell und künstlerisch große Epoche. Während der Regentschaft von Herrschern wie Amenophis I und Thutmosis I wurden wissenschaftliche und künstlerische Besonderheiten geschaffen. Zu dieser Zeit entstand auch das Tal der Könige als neue Begräbnisstätte westlich von Theben. Mangels anderer Nachfolger regierte die Königin Hatchepsut über zwei Jahrzehnte. An ihrem Totentempel ist eindrucksvoll eine weitere Expedition in das Weihrauchland Punt beschrieben. Unter ihren Nachfolgern drangen die Ägypter in den asiatischen Raum ein und überschritten den Euphrat. Im Anschluss wurden mit diplomatischem Geschick Heiraten arrangiert; unter Amenophis III herrschte unbeschreiblicher Reichtum. Es wurden viele Großbauten errichtet. Amenophis IV, der spätere "Echnaton", führte den Monotheismus ein und veränderte die künstlerische Darstellung durch Einführung des Realismus. Doch schon bald wurde die vielfältige Götterwelt wieder eingeführt.

Unter dem Feldherr und späteren Pharao Haremhab wurde die korrupte Verwaltung reformiert.

Später errichtete Pharao Ramses II unzählige Baudenkmäler, wie den kolossalen Tempel von Abu Simbel. Nach der berühmten Hethitherschlacht, in der das ägyptische Heer fast unterging, versöhnten sich die Völker. In der folgenden Zeit wurde Ägypten vor allem durch immer neue Angriffe fremder Völker erschüttert, sodass das ägyptische Reich im elften und zehnten Jahrhundert langsam verblasste.

In der Spätzeit (ca. 600 -332 v. Chr.) wurde Ägypten zunächst von den Persern, dann von den Ptolomäern unter Alexander dem Großen beherrscht (Griechische Zeit). In dieser Zeit wurde auch Alexandria gegründet. Anschließend fiel Ägypten an die Römer, die von etwa 30 v. Chr. bis circa 395 n. Chr. in Ägypten herrschten. Mit dem Einzug des Christentums in Rom wurde auch Ägypten christianisiert, und Alexandria wurde zu einer Bischofsstadt. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches gehörte Ägypten zum Ostreich Byzanz. Zu dieser Zeit wurde das Land stark ausgebeutet. In der Folgezeit regierten Kalifen, Mamelucken und die Osmanen das Land. Aber auch Napoleon und der Albaner Muhammad Ali hatten eine gewisse Zeit die Macht in Ägypten inne.

Im 19. Jahrhundert n. Chr. wurde der Suezkanal fertig gestellt, der zu der bedeutendsten Wasserstraße der Region wurde. Der finanzielle Untergang Ägyptens führte zu einem enormen britischen Einfluss. 1953 wurde Ägypten eine Republik unter den Präsidenten Abd el Nassr und Sadat. Zunächst mit sowjetischen Aufbaumitteln unterstützt, näherte sich Sadat jedoch bald dem Westen. Im Sechstagekrieg zwischen Ägypten und Israel wurde zunächst der gesamte Sinai von Israel annektiert.
Mit den Friedensverträgen von 1977 und 1979, in denen der Sinai an Ägypten zurückgegeben wurde, näherten sich Israel und Ägypten wieder an. Dafür distanzierten sich aber die anderen arabischen Staaten von Ägypten. Das Land spielt nach wie vor eine große Rolle bei den Nahost-Friedensbemühungen.