Bilder von Thailand
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Sawadee Khrap.... Willkommen im Land des Laecheln

Thailand grenzt im Norden und Westen
an Myanmar (Burma), im Nordosten an Laos, im Suedosten an Kambodscha und den Golf
von Thailand, im Sueden an Malaysia und im Suedwesten an das Andamanische Meer und
Myanmar. Die Gesamtflaeche Thailands betraegt 513.115 Quadratkilometer. Bangkok
ist die Hauptstadt und zugleich die groeßte Stadt des Landes Rund 95 % der ca. 60
Millionen Thailaender sind Buddhisten. Es gibt etwa 18.000 buddhistische Tempel
und 140.000 buddhistische Priester im Land. Die groeßtenteils in Grenznaehe zu
Malaysia lebenden Muslime stellen rund 4 % der Bevoelkerung. Thailand hat ein
feuchtes, tropisches Klima. Von Mai bis Oktober ist Monsunzeit, die beste
Reisezeit ist von November bis April.
Thailands Koenigliche Familie
DIE CHAKRI-DYNASTIE
Nach der Zerstoerung Ayutthayas konnte General Taksin die verbleibenden siamesischen Truppen konzentrieren und die Burmesen vertreiben. Daraufhin wurde er zum Koenig ernannt und gruendete eine neue Hauptstadt in Thonburi, 70 km suedlich von Ayutthaya, am Chao Phraya Fluß. Nach 10 Jahren wurde er jedoch groeßenwahnsinnig und hingerichtet. Sein Nachfolger, General Chakri, bestieg den Thron als Koenig Rama I. und verlegte die neue Hauptstadt im Jahre 1782 nach Bangkok ans andere Flußufer. Dies geschah einerseits aus strategischen Gruenden und andererseits deshalb, weil es seit Mongolenzeiten (13. Jh.) ueblich war, eine Hauptstadt, die von Schande befleckt war, zu verlegen. Weitere populaere Koenige der noch heute regierenden Chakridynastie waren u.a. Koenig Rama IV. (Mongkut) und Rama V. (Chulalongkorn). Sie oeffneten Thailand fuer neue westliche Ideen und Technologien, schufen die Sklaverei ab und fuehrten die allgemeine Schulpflicht ein. Seit 1946 wird die Dynastie von Koenig Rama IX., Bhumipol Adulyadej, vertreten.
Thailand allgemein
Thailand, das fruehere Siam, liegt von Mitteleuropa aus ca. 10.000 km entfernt in Suedostasien. Es hat eine Flaeche von 514.000 qkm und eine Nord-Sued Ausdehnung von etwa 2000 km. Die Bevoelkerungszahl betraegt annaehernd 60 Millionen, von denen mehr als 10 Millionen in Bangkok leben. Weitere wichtige Staedte sind Chiang Mai, Hat Yai, Korat und Surat Thani. Verwaltungstechnisch unterteilt sich das Land in 75 Provinzen, die jeweils von einem Gouverneur verwaltet werden. Thailand wird zu 76 % von Thais, 14 % von Chinesen, 4% von Malaien und 6 % von Laoten, Burmesen, Vietnamesen, Indern und den Bergstaemmen bevoelkert. Zum Buddhismus bekennen sich 94%, zum Islam 4%, zum Konfuzianismus 1,5 % und zum Christentum 0,5 %.
Nachbarstaaten sind Burma im Nordwesten, Kambodscha und Laos im Osten und Malaysia im Sueden. Im Westen grenzt Thailand an den Indischen Ozean und im Osten an das Suedchinesische Meer. Geographisch unterscheidet man sechs Hauptregionen: NORDTHAILAND ist gepraegt durch die Auslaeufer des Himalaja, die bis auf eine Hoehe von 2590 m reichen und z.T. noch von dichten Monsunwäldern ueberzogen sind. ISAN im Nordosten, ist eine karge Hochebene, in der sich der groeßte Teil der Bevoelkerung vom Reisanbau ernaehrt. ZENTRALTHAILAND, bewäaesert vom Maenam Chao Phraya Fluß und seinen Quellfluessen, ist die Reiskammer des Landes. DIE OESTLICHE KUESTENEBENE ist bekannt durch ihre Seebaeder Pattaya und Rayong sowie die Insel Koh Samet. DAS WESTLICHE BERGLAND bietet Attraktionen wie den River Kwai und den Drei Pagoda Pass. DIE MALAIISCHE HALBINSEL im Sueden erlangte ihren Wohlstand durch Zinn und Kautschuk. Die Ferieninseln Phuket und Koh Samui sind beliebte internationale Urlaubsziele.
Obwohl Thailand immer noch ein Agrarstaat ist, zaehlt es inzwischen zu den fuehrenden Industrienationen Asiens. Die wichtigsten Devisenbringer sind die Elektronik- und die Textilindustrie, der Reisexport und der Tourismus. In dieser momentanen Phase des Uebergangs wandelt sich das Gesicht von Stadt und Land gleichermaßen, ohne die Charaktereigenschaften und Traditionen der Bevoelkerung wesentlich zu tangieren. Ein weiterer wichtiger Grund für die Unantastbarkeit der kulturellen Werte ist die Tatsache, daß Thailand nie das Schicksal eines Kolonialstaates erfahren mußte. Das rasante wirtschaftliche Wachstum bringt natuerlich auch ebenso negative Nebeneffekte wie Luft- und Wasserverschmutzung, Verkehrsprobleme und Zerstoerung der Natur nach sich. Man ist sich in Thailand jedoch der Probleme bewußt und der Staat versucht durch Aufklaerung und präventive Maßnahmen die jeweiligen Situationen und Aussichten zu verbessern.
DIE MON UND KHMER-EPOCHEN
Die Mon-Epoche erstreckte sich vom 1. - 11. Jh. In dieser Zeit entstanden in Zentralthailand die Mon-Koenigreiche in Nakhon Pathom, Lopburi und U-Thong (Dvaravati-Periode). Sie waren Zentren des Theravada-Buddhismus, der sich spaeter im ganzen Land verbreitete. Im 7. Jh. konnte das aufstrebende Khmer-Reich seinen Einflußbereich im Nordosten ausdehnen und verdraengte die dort ansaessigen Mon. Im 11. Jh. erreichten die Khmer das das Tal des Chao Phraya. Mit den Koenigen Suriyavarman I. und II. begann im 11.Jh. eine kulturelle Bluetezeit, die mit der Fertigstellung des beruehmten Angkor Wat in Kambodscha endete. Der hinduistische Glaube wurde im 12. Jh. vom Mahayana-Buddhismus abgeloest. Im 13. Jh. mußten die Khmer den erstarkenden Thais weichen, konnten aber im Nordosten ihren Einfluß für weitere 200 Jahre sichern.
SUKOTHAI
Als das kambodschanische Reich im 13. Jh. zerfiel und die Thais immer zahlreicher in das heutige Zentralthailand einwanderten, erkaempften sie sich im Jahre 1238 ihre Unabhaengigkeit und gruendeten ihr erstes Koenigreich Sukothai (Morgendaemmerung der Glueckseligkeit). Unter Koenig Ramkamhaeng (1280 - 1370) entwickelte sich das Reich zur vollen Bluete. Er war es auch, der die Kultur durch Kunst und Philosophie aus Indien, China und Kambodscha anreicherte und das auch heute noch existierende Alphabet erfand. Es entstand auch ein neuer Kunststil, der sogenannte Sukothai-Stil. Die Zufriedenheit der Menschen in dieser Zeit spiegelt sich noch heute in den Gesichtern ihrer Buddhastatuen wieder. Die Sukothaiperiode ging Mitte des 14. Jh. zu Ende, da sich die Machtverhältnisse weiter in Richtung Sueden verlagerten.
AYUTTHAYA
Der Fuerst von U-Thong gruendete das Reich von Ayutthaya, das vier weitere Jahrhunderte die siamesische Geschichte bestimmen sollte. Hier regierten von 1350 - 1767 dreiunddreißig Koenige, die die Stadt im 16. und 17. Jh. zum bluehenden Zentrum Hinterindiens machten. Der europaeische Einfluß war am groeßten unter Koenig Narai (1657 - 88), der Diplomaten, Haendler und Missionare aus aller Welt, besonders jedoch aus Europa, willkommenhieß. Unter seiner Regentschaft hatte Ayutthaya fast eine Million Einwohner und war damit groeßer als London zur damaligen Zeit. Zwischen dem 15. und 18. Jh. gab es zahlreiche Kriege mit burmesischen und kambodschanischen Truppen. Die einjährige Belagerung und totale Zerstoerung Ayutthayas durch die Burmesen im Jahre 1767 hinterließ Ruinen, die noch heute die einstige Groeße der Stadt erahnen lassen. Die inzwischen teilweise renovierten Tempelanlagen sind Staetten der Ruhe und Kontemplation mit beeindruckenden Zeugnissen buddhistischer Kultur aus vergangener Zeit.
Thai Sitten und Gebraeuche
Obwohl sich Thailand
von Jahr zu Jahr westlicher gibt und internationale Hoeflichkeitsformeln
akzeptiert und praktiziert werden, sollte man doch einige wichtige
Verhaltensweisen beachten.
Neben dem Respekt gegenueber dem Koenigshaus steht
das korrekte Verhalten im Tempel ganz oben. Vor dem Betreten muessen die Schuhe
ausgezogen werden. Die Kleidung sollte knie- und schulterbedeckend sein. Das
Klettern auf Buddhastatuen ist ebenso unerwuenscht wie ausgestreckte Fueße in
Richtung der Buddhastatuen. Zeigen Sie generell nie mit ihren Fueßen auf
Menschen; dies gilt als besonders unhoeflich. Im Kopf sitzt die Seele des
Menschen, daher sollten Sie nie einen Thai am Kopf beruehren!
Allgegenwaertig
ist der thailaendische Gruß, der sogenannte Wai. Es wird von einem Auslaender
nicht erwartet, ihn zu erwidern, zumal es nicht so einfach ist, diesen Gruß
richtig auszufuehren. Ein leichtes Kopfnicken mit einem Laecheln wird korrekter
empfunden als irgendeine Verrenkung, die eventuell als Verunglimpfung verstanden
werden koennte.
Es gibt Redewendungen, die unverwechselbar die thailaendische
Mentalitaet widerspiegeln und nur schwer auf europaeische Denkweisen zu uebertragen
sind. Um das Wesen der Thais zu begreifen, sollte man die Bedeutung einiger
dieser Redewendungen kennen. MAI PEN RAI heißt „Macht nichts“ und wird z.B.
immer dann verwendet, wenn man einem Problem aus dem Weg gehen moechte. MAI PEN
RAI ist jedoch weit mehr als eine Floskel: Der Ausdruck bezeichnet einen
Gemuetszustand, fast schon eine buddhistische Weisheit, naemlich das Abschuetteln
des Unwesentlichen, des Vergaenglichen. MAI PEN RAI ist ein essentieller Aspekt
der entspannten Atmosphaere in Thailand und macht das Leben angenehm und leicht.
Man ist faehig, Probleme hinzunehmen, statt Traenen zu vergießen, und man lacht
lieber.
Diese Charaktereigenschaft ist
unbedingt zur Nachahmung empfohlen.
Thais reden sich grundsaetzlich mit dem
Vornahmen an. Wundern Sie sich also nicht, wenn ihre Hotelreservation nicht
gleich zu finden ist, vielleicht sind Sie unter Peter oder Monika eingetragen.
Unter Freunden nennen sich die Thais beim Spitznamen, mit phantasievollen Worten
wie z.B. Schwarz, Rot, Nummer 1, Schweinchen, Krabbe oder Dick.
Die Thais
stellen auch gerne persoenliche Fragen, die Auslaendern oft indiskret erscheinen.
Wenn Sie also gefragt werden, wieviel Sie verdienen, so ist das nicht als
Unhoeflichkeit, sondern als aufrichtige Anteilnahme zu verstehen. Eine typische
Antwort waere: „Weiß ich selbst nicht“ oder „nicht genug“.
Die oeffentliche
Zurschaustellung von Zaertlichkeiten zwischen Mann und Frau gilt als aeußerst
unschicklich. Wundern Sie sich jedoch nicht, oder denken Sie nicht in falsche
Richtungen, wenn Sie zwei Maedchen oder Jungen Hand in Hand flanieren sehen - MAI
PEN RAI.
Die Thais leben gerne in Großfamilien, wobei verschiedene
Generationen Problemlos unter einem Dach leben, was dazu fuehrt, daß man frueh
lernt, respektvoll miteinander umzugehen. Eine diesbezueglich typische
Charaktereigenschaft ist das GRENG JAI ( auf den anderen Ruecksicht nehmen,
Zurueckhaltung zeigen, keine Ansprueche stellen). GRENG JAI bedeutet jedoch auch,
nicht gleich „nein“ zu sagen, wenn der Gegenueber eine positive Antwort erwartet,
um ihn nicht zu entaeuschen.
Auslaendern, denen solch ein Umgang
natuerlicherweise fremd ist, wird deshalb viel Fingerspitzengefuehl abverlangt.
Allgemein kann man in Thailand sagen „ ein Laecheln öffnet jede Tuer Laecheln Sie
also so oft als moeglich und Sie werden ueberall beliebt sein.